Mikroturbinen als Ersatz für Akkus

Zu den größten Schwierigkeiten bei leistungsfähigen, mobilen Elektronikgeräten zählt die Stromversorgung: Akkus sind schwer, teuer und haben relativ wenig Kapazität. Neuen Schwung könnten Miniaturturbinen nach Flugzeugvorbild, kleine Brennstoffzellen oder winzige Wankelmotoren bringen. Forscher auf der ganzen Welt arbeiten zurzeit an der Entwicklung neuer Technologien für die Stromversorgung tragbarer Geräte - ein riesiger Zukunftsmarkt lockt. Denn derzeit müssen Entwickler energiehungrige Funktionen wie größere und hellere Bildschirme, Funkkommunikation oder GPS bei mobilen Anwendungen vermeiden.

Trotzdem sind zum Beispiel Laptop-Akkus nach wenigen Stunden im Einsatz erschöpft. Eine mögliche Abhilfe wären Mikro-Gasturbinen. Sie haben nur ein Viertel des Größe eines typischen Handy-Akkus und könnten mit einem winzigen Kanister Dieseltreibstoff in einer Patrone zehn Stunden und länger laufen. Mit einer kleinen Packung billiger und leichter Nachfüll-Patronen könnte man einen PDA oder ein Mobiltelefon mehrere Tage lang intensiv nutzen, ohne eine Steckdose zum Aufladen zu benötigen. Ebenfalls könnte man sich den Einsatz im Modellbau für dort anfallende Energieversorgungen der Sender- und Empfängeranlagen vorstellen. Auch für Hochstromversorgung von hier eingesetzten Modell-E-Motoren wäre eine solche Lösung denkbar - allerdings würde die Turbinengröße hier nicht mehr so gering ausfallen. Derartige Mikroturbinen sollen in drei bis fünf Jahren marktreif sein.

Kleine Brennstoffzellen dagegen kommen bereits jetzt auf den Markt -an ihnen wird seit Jahren mit hohen Investitionen geforscht. Sie sind allerdings tendenziell größer als Mikro-Turbinen und haben weniger Leistung - ein bis zwei Watt gegenüber 15 bis 20 Watt bei den Turbinen. Als aussichtsreich gelten auch winzige Verbrennungsmotoren nach dem Wankel-Prinzip. Ein Prototyp eines solchen Systems mit einem Durchmesser von gerade mal einem Zentimeter konnte bereits eine Leistung von 10 Watt erzeugen.

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